Facharbeit Äskulapnatter (2008): Die Facharbeit ist beendet, Beobachtungen bitte weiterhin melden!
Der Äskulapnatter auf der Spur

Auch dieses Jahr ist es wieder so weit. Der Frühling geht langsam in den Sommer über, und auch die Tierwelt erwacht allmählich aus der Winterruhe und verlässt ihr Quartier auf der Suche nach Nahrung. Hierzu gehört auch die in Deuschland sehr seltene Äskulapnatter. Die größte einheimische Schlange misst bis zu 180 cm Länge und ist ungiftig. Sie bevorzugt feuchtwarmes Klima, und man findet sie in lichten, warmen Laubwäldern, an Waldrändern und felsigen Böschungen. In Burghausen und Umgebung bewohnt sie die Salzachhänge und nutzt nahegelegene Komposthaufen zur Eiablage.
Im Zusammenarbeit mit dem Bund Naturschutz hat die Schülerin Irmi Cirl vom Kurfürst-Maximilian-Gymnasium Burghausen eine Facharbeit begonnen, die darauf ausgerichtet ist, die von 1988 bis 1990 im Zuge einer Studie vom Büro für Landschaftsökologie erhobenen Daten über die Äskulapnatter in Burghausen und Umgebeung zu aktualisieren. Außerdem soll die Bevölkerung darauf aufmerksam gemacht werden, dass zwischen Unterhadermark und Salzachmündung ein in der Bundesrepublik vom Aussterben bedrohtes Reptil heimisch ist, das unseren Schutz bedarf.
Naturfreunde und Anwohner werden gebeten, mit noch größerer Aufmerksamkeit auf die Äskulapnatter zu achten, um eventuell eines der seltensten Tiere Deutschlands in freier Wildbahn zu erleben. In den Monaten Mai – Juli ist die Äskulapnatter besonders aktiv. Da Irmi Cirl ihre Arbeit inzwischen abgeschlossen hat, melden Sie bitte Sichtungen mit Datum, Uhrzeit und Ortsbeschreibung an Ernst Spindler unter ernst-josef.spindler(at)web.de oder unter Tel: 08677 - 62683. Ein Digitalfoto, aufgenommen ohne das Tier zu irritieren, wäre von besonderem Nutzen, um eine Verwechslung mit den anderen heimischen Schlangenarten Ringelnatter und Schlingnatter (siehe Info-Box) zu vermeiden.



Äskulapnatter
(Elaphe longissima)
Ringelnatter
(Natrix natrix)
Schlingnatter
(Coronella austriaca)
Bis 180 cm
Bis 100 cm
Bis 70 cm
Oberseite gelblich braun bis graubraun mit kleinen weißen Flecken, schlank, schmaler Kopf
Oberseite grau mit unregelmäßigen schwarzen Flecken; typisch sind zwei halbmondförmige, gelbe Flecken am Hals
Grundfarbe grau, braun oder rostrot; Rückenzeichnung aus paarigen oder versetzten Flecken; dunkler Streifen vom Nasenloch über Auge bis zum Hals
Tagaktiv; Laubwald, Waldrand, Uferhänge
Tagaktiv; Rand von Gewässern, Gärten
Tagaktiv; offenes, gut besonntes Gelände; Auwald; Waldrand
Ungiftig
Ungiftig
Ungiftig


weiter …
Mitgliederbrief '08

Mitgliederbrief 1 '08

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                                                                                                          Altötting, 23. Mai 08   

Liebe Mitglieder der Kreisgruppe!

Nach der letzten Versammlung haben wir viel Zuspruch durch unsere Mitglieder erhalten. Vielen Dank. Das hat uns dazu ermuntert, interessierte Mitglieder zur Mitarbeit einzuladen. Dies wurde gern angenommen.
        a) Regelmäßige Aktiventreffen alle 4-6 Wochen in der neuen Geschäftsstelle in                        Altötting
        b) Amphibiengruppe unter der Koordination von Hans Wöcherl
        c) Andreas Remmelberger koordiniert die Gentechnik-Aktionen im Rahmen des Aktionsbündnis
            Zivilcourage.
        d) Renate Pittner und Florian Ott setzen neu Akzente in der praktischen Naturschutzarbeit.
        e) Gerald Neubauer engagiert sich mit uns bei der Bewertung von Umgehungsstraßen.
        f) Carina Bastian betreut unsere Homepage und das neue Diskussionsforum.
        g) Johanna Stöhr dokumentiert die Ersatz-Aufforstungen für die Bannwaldrodung.
        h) Josef Harlander kümmert sich um Alz und Inn bei Marktl.
        i) Peter Preis hat die Fledermäuse zu seinem Steckenpferd gemacht .
        j) Gabi Mittlacher und Babsi Hesselbart führen die neue Kindergruppe in Altötting .
        k) Monika Hager betreut neue Kindergruppenleitungen in der Anfangsphase mit Rat und Tat.
        l) Katja Merches, Waltraud Derkmann und Gabi Mittlacher helfen bei der jährlichen Haus- und
            Straßensammlung mit.

An dieser Stelle sei allen 'Neuen' aber auch allen 'Alten' für die tolle Mitarbeit gedankt. So macht
Naturschutzarbeit wirklich Spaß!
Nachfolgend ein kurzer Abriss unserer Aktivitäten seit der letzten Mitgliederversammlung im Mai 07.

1. Geschäftsstelleneröffnung
Am 3.10.08 haben wir mit Richard Mergner, dem Landesbeauftragten des BN, Landrat Erwin Schneider,
Bürgermeister Herbert Hofauer sowie ca 50 Mitgliedern die Eröffnung unserer neuen Geschäftsstelle in der
Bahnhofstr. 48 in Altötting gefeiert. Die Veranstaltung, bei der Marion Strauss-Barthel und Hans Münzhuber
die Kinderbetreuung organisierten, verlief sehr harmonisch mit vielen guten Gesprächen.
Waltraud Derkmann betreut die Geschäftsstelle seit 01.12.07 im Rahmen einer geringfügigen Beschäftigung.
Jeden Donnerstag von 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr ist die Geschäftsstelle geöffnet. Bei steigender Nachfrage
wird die Öffnungszeit erweitert. Geschäftsstellen-Telefon: 08671-507 4017.

2. Kindergruppe Altötting
Seit dem 16.11.07 gibt es die Kindergruppe 'Die Siebenschläfer'. Zwölf 7-11 Jahre alte Mädchen und Jungen
treffen sich seither jeden zweiten Freitag im Monat an der Herrenmühle oder bei schlechten Wetter in der
Geschäftsstelle mit Ihren Betreuerinnen Gabi Mittlacher und Babsi Hesselbarth. Dabei werden sie anfänglich
von Monika Hager inhaltlich und praktisch begleitet.
Näheres, sowie Berichte und Fotos finden Sie auf bn-altoetting.de unter Umweltbildung/Jugendarbeit.

3. UmweltbildungImWald.JPG
2007 wurden 36 Umweltbildungsveranstaltungen
von unseren beiden Fachreferentinnen Marion
Strauss-Barthel und Monika Hager durchgeführt.
Dauer je Veranstaltung 2,5 bis 3 Stunden mit 11
bis 26 Kindern unterschiedlicher Jahrgangsstufen.
Waldführungen waren am beliebtesten, gefolgt von
den Themen Hecken, Wiese und Wasser.
Exkursionen zu unseren
Landschaftsschutzgebieten, LandArt, Schöpfung
und fairer Handel waren weitere Themen, die die
Schulklassen sich auswählten.

Umwelttage mit dem Kreisjugendring
2007: am 19. Mai im Priessenthal, Thema "Sand, Steine, Erde – eine Bodenwerkstatt"
Im Priessenthal war der Bär los. Gekommen sind ca 100 Schulkinder aus dem Landkreis. Marion Strauss-
Barthel hat mit ihren Helfern und Helferinnen 5 Stationen entworfen und aufgebaut. Bei schönem Wetter hat es
nicht lang gebraucht, bis die Kinder alle Hemmungen ablegten und an allen Stationen eifrig mitmachten. Die
Walderfahrungsspiele, teilweise barfuß, kamen am besten an.
Für das leibliche Wohl sorgten eine gesunden BioBrotzeit und "Blumenbrote", die in Null-Komma-Nix verspeist
waren.
2008: am 3.Mai auf dem Blümlhof, Dorfen mit über 100 Kindern zum Thema "Zu Gast bei Familie Kuh,
Schwein, Huhn, Schaf und Pferd"
An 5 verschiedenen Stationen erlebten über 100 Kinder eine artgerechte und liebevolle Tierhaltung von
Rindern, Schweinen, Schafen, Pferden und Hühnern. Einmal zu den Kühen auf die Weide gehen und eventuell
berühren, kostete den meisten Kindern sehr viel Mut. Kälbchen und die laut kreischenden Schweine füttern, die
sich gar nicht sozial verhielten, war aufregend und spannend zugleich. Viel Spaß machten auch die Kutschfahrt,
Reiterspiele und das Gestalten eines eigenen Schäfleins. Weniger schön aber dafür sehr informativ waren
Filme über Stallhaltung und Massenschlachtungen von Hühnern und Rindern. Es ist uns wichtig den Kindern zu
zeigen, dass artgerechte Tierhaltung auf einem Bauernhof für die Tiere, uns Menschen und für die Natur
vorteilhaft ist.
Vielen Dank an alle fleißigen Helfer und Helferinnen, die dieses Jahr erneut viel Zeit und Herzblut investierten.

4. Waldrapp-Projekt
Auch 2008 beteiligt sich die Kreisgruppe und die Ortsgruppe Burghausen wieder an dem Waldrappprojekt.
Wir wollen zum einen zur Erhaltung einer hochgefährdeten Vogelart beitragen, wobei es um den Erhalt und
die Stärkung der noch frei lebenden Populationen in Marokko und (nur wenige Vögel) in Syrien geht, und die
Idee, diesen Vogel wieder nördlich der Alpen anzusiedeln, wo er bis zum späten Mittelalter gelebt hat. Dann
geht es um die Funktion dieses Vogels als Zeigerart einer wertvollen Kulturlandschaft mit hoher
Biodiversität, wie sie von der ökologischen Landwirtschaft angestrebt wird. Wie in 2007 werden in
Burghausen Waldrappe mit der Hand aufgezogen, um anschließend mit einer menschenbegleiteten
Migration in Winterquartiere südlich der Alpen geführt zu werden. Dieses Programm wird umfassend mit
Öffentlichkeitsarbeit und Umweltpädagogik begleitet. Einzelbereiche werden sein:
1. Das Info-Zelt vor der Burg. Von etwa Mitte Juni bis Anfang August wollen wir an den Wochenenden
dieses Zelt besetzen, wie schon 2007. Wer macht noch mit?
2. Umwelttage: Diese finden bei der Aufzuchtvoliere bei Bergham statt, kombiniert mit kleinen Rundgängen
dort und dem Besuch eines Bio-Bauernhofes. Geplante Termine sind Freitags: 27. Juni; 4. + 18. + 25. Juli; 1.
August. Wer kann hier noch mithelfen?
Mehr auch unter www.bn-altoetting.de bzw. www.waldrapp-burghausen.de.
Bitte melden bei Ernst Spindler: Tel: 08677 – 62683 oder ernst-josef.spindler@web.de.

5. Bannwald
Die Bannwaldrodungen auf dem Haiminger Gebiet (Gewerbe-Industriegebiet Haiming, 26 ha) hat unser
Einspruch nicht verhindert. Das dort errichtete Auslieferungslager ist nach unserer Meinung kein Beispiel für
die Notwendigkeit, einen Bannwald zu roden. Alternative Standorte wären möglich gewesen (z.B.
Gewerbegebiet Marktl).
Bei den auf Burghauser Grund geplanten Rodungen geht es um 80 ha. In einem ersten Bauabschnitt soll ein
Güterterminal auf ca. 20 ha errichtet werden, mit dem die hiesige Industrie ihren Bahn-Frachtanteil erhöhen
kann. Hier sind zwei Ziele des BN tangiert, einmal wollen wir Verkehr weg von der Straße auf die Bahn,
andererseits soll der Wald und besonders der Bannwald geschützt werden.
Die restliche Fläche, zumindest Teile davon, möchten hiesige Industriebetriebe nutzen. Es sollen
Betriebsteile und Fremdbetriebe dorthin ausgelagert werden, die die werkseigene Infrastruktur nicht
benötigen. Wir sprechen derzeit mit den Werken über ihren Flächenbedarf und ob dieser wirklich nur im
Bannwald gedeckt werden kann. Ein solcher Besuch fand Mitte April bei der Wacker Chemie statt. Weitere
Gespräche mit Wacker und der OMV/Borealis sind geplant.

6. Lengthaltrasse
Der Landkreis hat hier leider die Initiave übernommen, und im Frühjahr 2008 ein Raumordnungsverfahren
durch die Regierung von Oberbayern eröffnen lassen. Geprüft werden soll (1) eine Umfahrung durchs
Lengthal in Mehring, (2) Untertunnelung der Burgkirchner Strasse sowie (3) eine gemeinsame Umfahrung
Burghausen und Burgkirchen. Die Verkehrszahlen in der Stadt Burghausen rechtfertigen aber aus Sicht des
Bund Naturschutz eine Umfahrung nicht. Gemäß den immer noch gültigen Verkehrsuntersuchungen von
Prof. Kurzak würde eine Umfahrung durchs Lengthal in Burghausen keine Verkehrsminderung erzielen,
allein auf der Burgkirchner Straße wäre eine Minderung um maximal 23% zu erwarten. Der Verkehr beruht in
der Einkaufsstraße Burgkirchner Straße im Wesentlichen auf Ziel- und Quellverkehr. Mit 10 - 12.000 KFZ pro
Tag kann die Verkehrsbelastung in der Burgkirchener Straße als normal für einen Industrie- und
Gewerbestandort betrachtet werden. Am 5.12.07 war Herr Rottner, Geschäftsführer des BN
Landesverbands und Rechtsexperte in Sachen Verkehr in Mehring. Herr Rottner analysierte die Situation so,
dass es einen nur sehr schwachen Planrechtfertigungsgrund für eine Umfahrung Burghausen geben
wird. Das Lengthal in Mehring mit seiner Gieß ist Heimat regional bedeutsamer Populationen seltener
Amphibien, wie eine Studie des BN im Jahr 2006 ergab. Die Dynamik dieser Gieß als kleine Auenlandschaft
macht das Lengthal zu einem Primärbiotop für Gelbbauchunken, dessen Zerstörung aus Sicht des BN nur
schwer auszugleichen wäre, dies ergab die wissenschaftliche Studie. Diese Studie wurde im Frühjahr 2008
der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt Altötting, der Höheren Naturschutzbehörde bei der
Regierung von Oberbayern und der Gemeinde Mehring, als von der Planung Betroffenen übergeben. Der
BN lehnt eine Zerschneidung der Gemeinde Mehring durch die geplante Umfahrung von Burghausen ab.

7. Burgkirchner Umgehung
Die letzten Monate sind um dieses Thema sehr ruhig gewesen, auch vom Kommunalwahlkampf wurde das
Thema ausgespart. Nur Landrat Erwin Schneider hat auf Veranstaltungen u.a. in Burgkirchen und
Pleiskirchen gesagt, aus seiner Sicht seien die Umfahrungen Burghausen und Burgkirchen sehr sinnvoll und
wichtig.
Die Planungen zur Umfahrung Burgkirchen beruhen auf einem Raumordnungsverfahren aus den Jahren
1988, das damals eine Ostumfahrung festgelegt hat, d.h. eine Ortsumgehung Burgkirchens durch
Thalhausen. Eine Realisierung der Planung des Landkreises Altötting, einer Umfahrung durch Thalhausen,
wäre ein schwerer, nicht ausgleichbarer Eingriff in den landschaftlich und ökologisch wertvollen
Lohnergraben, einer Gieß mit bedeutsamen Amphibienvorkommen. Die ablehnende BN Position wurde
anlässlich des Burgkirchner Bauernherbstes im September 2008 in Thalhausen dargestellt. Am 10.1.08 fand
auf Einladung des BN ein Treffen statt zwischen den die spezielle artenschutzrechtliche Prüfung
durchführenden Planern, Bürgern von Thalhausen, dem LBV und dem BN.

8. Bioenergie
Am 1.10.07 haben wir Frau Marion Ruppaner, Agrar-Referentin des BN-Landesverbandes, zum Thema
"Bioenergie" eingeladen.
Grundsätzlich : Bioenergie ist zwar nachwachsend aber deshalb nicht unbeschränkt verfügbar.
Daher gilt auch für sie: Erst wenn alle Sparpotenziale ausgeschöpft sind, kann über ihren Einsatz
nachgedacht werden. Dies gilt besonders für Treibstoffe. Es kann nicht sein, dass sich die Autoindustrie
gegen kleinere und spritärmere Fahrzeuge wehrt, aber Biosprit als Beimengung akzeptiert.
Die Auswirkung auf die Nahrungsmittelproduktion sieht man bereits weltweit und auch bei uns.
Das oben gesagte gilt auch für Biogas. Nahrungs- und Futtermittel dürfen nicht für Biogaserzeugung
geopfert werden.
Für uns besteht eine sinnvolle Biogasquelle aus Reststoffen der Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion,
sowie Biomüll aus Haushaltungen. Hier hätte der Zweckverband ZAS ein großes Betätigungsfeld.
In unser Müllverbrennungsanlage wird vergärbarer Abfall immer noch energieaufwändig vernichtet.
Wichtiger Link:
http://www.regenwald.org
Hier gibt es umfassende Information und viele Email-Aktionen, an denen man sichbeteiligen kann.

9. Donau-Ausbau
Der Bund Naturschutz ist für einen sanften Ausbau der Donau.
baum.JPGZahlreiche öffentliche Gutachten zeigen, dass der
sanfte Ausbau für die Schifffahrt vollkommen ausreicht
und ökonomisch der einzig sinnvolle Weg ist. Er kostet
einen Bruchteil des Staustufen-Ausbaus.
Im Gegensatz zum Staustufen-Ausbau verbessert die
sanfte Ausbauvariante die Bedingungen für die
Schifffahrt schnell, wirksam und zudem
kostengünstig.

Die Kreisgruppe Altötting hat an ihren Infoständen 2007
über 200 Unterschriften für den Erhalt der
freifließenden Donau gesammelt. Vielen Dank den
Unterstützern. Wer noch unterschreiben will, kann dies
in unserer Geschäftsstelle tun, oder ein
Unterschriftenformular anfordern.
Hintergrundinformationen auch unter http://www.bndeggendorf.de/seiten/donau_aktuell

10. Transrapid.
Ende März hatte Bundesverkehrsminister Tiefensee das Aus für den Transrapid bekannt gegeben: Über
100.000 Bürger hatten in kürzester Zeit für das Volksbegehren gegen den Transrapid unterschrieben. Auch
Mitglieder der Kreisgruppe Altötting haben Unterschriften gesammelt, von den Gemeinden beglaubigen
lassen und nach München geschickt. Vielen Dank an alle Helfer.

11. Biotop-Arbeit
Kager (Winhöring): Ines Hager setzte das Monitoring-Programm in Kager fort. Die Vielfalt der
Amphibienstruktur scheint sich im westlichen Teich zur Zeit am Besten zu entwickeln. Der Bericht von Frau
Hager kann in der Geschäftsstelle eingesehen werden. Eine Kurzfassung steht in kürze auf unserer
Homepage.
Perach: Mit Reinhard Klett vom Landschaftspflegeverband wurde ein Pflegekonzept vereinbart, damit
genügend offene Strukturen im Biotopbereich geschaffen werden.
Garching: Die Absicht, in bestimmten Bereichen des Augebietes eine Brennenstruktur zu schaffen, wird
weiter verfolgt. Hier können wir aber nur Schritt für Schritt vorangehen, d.h. einzelne Bäume und Büsche
entfernen, da wir bei größeren Eingriffen eine Rodungserlaubnis benötigen, die wiederum (so die Behörde)
die Schaffung von zusätzlichen Ausgleichsflächen bedingt.

12. Gentechnikfreies Bayern
Nachdem das Aktionsbündnis aus ABL, ÖDP, Grüne und der BN-Kreisgruppe in 2006 mit 2
Podiumsdiskussionen bereits viele Menschen erreicht hatte, haben wir uns im Herbst 2007 an der
Unterschriftensammlung für ein gentechnikfreies Bayern (in der Landwirtschaft) beteiligt. An unseren 3 Info-
Ständen (Markt Altötting, Bauernherbst Andreas Remmelberger, Hubert Hochreiter) haben wir ca 170
Unterschriften gesammelt und nach München geschickt. Bürger und Handel setzen vermehrt auf
gentechnikfreie Produkte. Viele Bauern betrachten die bisherige Gentechnikfreiheit der kommerziellen
Landwirtschaft in Bayern deshalb als Standortvorteil. Dass Bayerns Landwirte keine GVO wollen, belegen
auch die Zahlen: Für die Frühjahrsaussaat 2007 wurden im öffentlich zugänglichen Standortregister
www.bvl.bund.de bundesweit 2.685,35 Hektar Anbaufläche für gentechnisch veränderten Mais angemeldet.
Nur 5,93 Hektar davon liegen in Bayern, 2.653,82 Hektar in den neuen Bundesländern.
In den neuen Bundesländern unterstützte die BN-Kreisgruppe gemeinsam mit dem Landesverband, BUND
und Stiftungen das Projekt "Gentechnikwiderstand in Ostdeutschland". Die Kreisgruppe Altötting hat sich
außerdem dem Bündnis Zivilcourage für einen gentechnikfreien Landkreis angeschlossen, dessen
Gründungsveranstaltung am 12.3.08 in Graming Altötting außerordentlich gut besucht war. Wir bitten Sie um
aktive Teilnahme. Geben Sie auf der Zivilcourage-Homepage Ihr Ja für einen Gentechnikfreien Landkreis.
Link: www.zivilcourage.ro

13. Podiumsdiskussionen zu Wahlprüfsteinen der Kreisgruppe
Vor der Kommunalwahl (Anfang März) wollten wir von unseren Politikern wissen, wie verantwortlich sie sich
bei Umwelt- und Naturschutz-Themen im Landkreis fühlen. Neben Veranstaltungen in Altötting und
Burghausen wurde in Emmerting auf Landkreisebene mit Kreistagspolitikern über Gentechnik in der
Landwirtschaft, Verkehr, Industriepolitik und Bannwaldrodung mit reger Beteiligung des Publikums diskutiert.

14. Alzausbaggerung durch die EON
Im November 2007 kündigte das Wasserwirtschaftsamt Traunstein Ausbaggerungen von 50.000 m³
Kies aus der Alz im Bereich der Innmündung an über eine Länge von 600 m an. Ziel: Sicherung des
Innstauraums bei Hochwasserlagen. Der BN hat hier Bedenken, da man vermuten muss, dass die alle 3
Jahre wiederholten Ausbaggerungen zu einer verstärkten Eintiefung der Alz, damit Senkung des
Grundwasserstandes in den Alzauen, damit schleichendem Verlust der Auenfunktion des
Naturschutzgebietes und FFH-Gebietes Untere Alz zu Folgen haben können: Die Alzaue trocknet langsam
aus. Zudem werden Kiesbänke als Lebensraum für Kiesbrüter und Kies-laichende Fische zerstört.
Gespräche von BN, gemeinsam mit dem Fischereiverein Burghausen, mit der Unteren Naturschutzbehörde
Altötting und dem Wasserwirtschaftsamt Traunstein führten zu einem Kompromiss: es wurden im Februar
2008 nur 25.000 m³ Kies auf einer Länge von 300 m im Bereich der Alzmündung in den Inn ausgebaggert.
Der BN schlägt vor den Geschiebetransport in der Alz durch Raue Rampen zu vermindern oder zu stoppen,
und so weitere Ausbaggerungen überflüssig zu machen: langfristiges Ziel wäre die Austrocknung der Alzaue
rückgängig zu machen. Der BN wird sich hierzu mit Vorschlägen für die Umsetzung der
Wasserrahmenrichtlinie WRRL im Donauraum beteiligen.

15. Stellungnahmen der BN Kreisgruppe
Im vergangenen Jahr haben wir zu wichtigen Projekten bzw. Anträgen Stellungnahmen abgegeben und
Gespräche geführt:
Errichtung der OMV-Gleisharfe (ca. 6.5 ha), Gewerbe-/Industriegebiet Haiming (ca. 26 ha), Erweiterung des
Sportplatzes Raitenhaslach (ca. 0,7 ha), Kiesausbaggerung an der Alzmündung (25 000 statt 50000 m³),
Gewerbegebietserweiterung in Garching, Nutzung einer Deponie in Emmerting für asbesthaltigen Bauschutt,
Anträge des Fischereivereins Burghausen zu Befreiungen in Vogelschutzgebieten und zum Abschuss von
Kormoranen.

16. Amphibienschutz
Die Sammelaktiven berichteten, unter der Koordination von Hans Wöcherl, über laufende Wanderungen und
Schwierigkeiten der Orientierung in Siedlungsgebieten. Vor allem die zentrale Frage, wohin man die an
Siedlungsstraßen gesammelten Tiere bringen solle, wenn kein größerer Teich in der Nähe ist, wurde immer
wieder diskutiert.
Aus der Aktion ergeben sich mehrere interessante Ansatzpunkte zur Verbesserung des Krötenschutzes im
Landkreis Altötting:
        a) Ausbau der Zusammenarbeit mit der Unteren Naturschutzbehörde
        b) Kartierung von Amphibienpopulationen (Laichgewässer, Wanderungen)
        c) Beratung und Unterstützung der Anlieger
        d) Aufklärung über die Gefährdung der Amphibien und mögliche Gegenmaßnahmen

Positives Beispiel aus Emmerting:
Nachdem in Emmerting im Bereich des Sportplatzes und der oberen Dorfstraße gefährdete
Amphibienbewegungen ausgemacht wurden, konnte mit Unterstützung der Gemeindearbeiter ein 500m
langer Krötenzaun aufgestellt werden, den die Untere Naturschutzbehörde zur Verfügung stellte.
Renate Pittner, Florian Ott und Georg Bonauer haben die aufgestellten Eimer regelmäßig geleert und dabei
169 Kröten, wenige Bergmolche, wenige Springfrösche gesammelt. Einen Teil haben sie über die Straße in
Richtung der Zielteiche gebracht. Wo diese fehlte, haben Sie sie an weiter entfernte Teiche (Müllner Lacken,
Hörl- und Deckelbach, Leidmannbach) gebracht.
Florian Ott und Georg Bonauer werden mit Renate Pittner und Dr. Andreas Zahn (Biologe) Themen für
Biologie-Facharbeiten ausarbeiten und betreuen.
Georg Bonauer wird Exkursionen zu den verschiedenen renaturierten Bachläufen im Ortsgebiet anbieten.
So hat sich in Emmerting ein begeistertes, hochaktives Team gebildet.

17. Internetauftritt, Forum, Infomails

Carina Bastian (18) hat sich bereit erklärt, die Homepage und das Diskussionsforum zu betreuen. Das
Forum kann über unsere Homepage (bn-altoetting.de) erreicht werden. (Link auf der Startseite). Einfach
Anmelden und mit diskutieren. Unter dem Punkt Allgemein / Hilfe-Forum hat Carina vieles erklärt. Wer
Schwierigkeiten oder Fragen hat, meldet sich einfach bei Carina Bastian (carbasti@web.de). Wer
regelmäßig über unsere Arbeit informiert werden möchte, kann sich kostenlos in die Info-Mail-Liste
aufnehmen lassen. Ca alle 6 Wochen verschicken wir es mittlerweile an 140 Interessierte. Wer keine Mails
empfangen kann, kann das Mail auch in gedruckter Form bekommen. Bitte melden bei :
ernst-josef.spindler@web.de, Tel: 08677 – 62683.

18. Staatsanwalt ermittelt beim Bund Naturschutz
Die BN Kreisgruppe hat zur Kenntnis genommen, dass durch Herrn Dr. Fenske und Herrn Wittmann eine
Anzeige bezüglich der Abrechnung von Geldern während der Landesgartenschau 2004 erstattet wurde. Die
Ergebnisse BN-eigener Überprüfungen wie auch einer teuren Überprüfung durch ein Steuerbüro weisen auf
keine Veruntreuung von Geldern hin. Die Kreisgruppe sieht daher den jetzigen staatsanwaltschaftlichen
Ermittlungen gelassen entgegen und geht davon aus, dass am Ende auch von amtlicher Seite keine
gegenteiligen Ergebnisse festgestellt werden. Da wir uns in einem laufenden Ermittlungsverfahren befinden,
können wir Sie an dieser Stelle leider nicht weiterführend informieren. Wir werden das nach Abschluss
nachholen und bitten Sie um Verständnis.

19. Kassenbericht
kassenbericht.JPG


Bitte beachten Sie folgende Termine:
  • Die Kindergruppe Altötting trifft sich jeden 2. Freitag im Monat
  • Die Kindergruppe Burghausen trifft sich jeden letzten Donnerstag im Monat
  • 25.05.08, 11.00 bis 14.00 Uhr: Quer-Wald-ein-Tour am Eschelberg (Lohner Graben)
    Treffpunkt: Parkplatz vor Keltenhalle - Kiesparkplatz (gemeinsame Weiterfahrt)
    Kontakt: Renate Pittner: 08679 3702 Relopit@googlemail.com
  • 31.05.08 14.00 bis 18.00 Uhr: Familientag an der Herrenmühle in Altötting (BN mit Themen rund um
    Bienen)
  • 3. Juni 2008, 20.30 Uhr Christoph Fischer (Zivilcourage) spricht in Köstendorf:
    Köstendorf, Freizeitcenter Brötzner
  • 20. Juni 2008, 20 Uhr Percy Schmeiser, Träger des Alternativen Nobelpreises 2007, kommt ins Festzelt
    nach Grabenstätt
  • 21.06.08 (voraussichtlich): GEO-Tag im Burghauser Bannwald, Termin über Presse
  • 28.06.08: Aktionstag "Baum und Mensch" , Kraiburg, Remise (Flyer in unserer Homepage)
  • 14.07.08: Vortrag mit Hubert Weiger, Vorsitzender des BN und des BUND, Näheres per Presse
     Juli/August: Fahrrad-Tour mit Ernst Spindler im Burghauser Raum, Termin wird über Presse bekannt
     gegeben.
  • 1.8. bis 3.8.08 : Naturwochenende mit BN-Aktiven und BN-Familien von Freitag ,1. August 16.00 Uhr
    bis Sonntag, 3. August 2008 12.00 Uhr: Die BN Kreisgruppe lädt zu einem Naturerlebniswochenende
    im Priessenthal, Mehring, ein: gemeinsam die Natur entdecken, erleben, genießen, Lagerfeuer,
    gemeinsam Kochen, Kinderprogramm für Familien, Wanderung, Sternenhimmel; Selbstkosten 25,- € /
    Erwachsener, bzw. 10€ / Kind über 6 Jahre, für Verpflegung und Übernachtung. Übernachtung im Zelt
    auf der Wiese oder in schlichten Räumen im Bauernhof. Bitte verbindliche Anmeldung spätestens bis
    Mitte Juli. Ansprechpartner: Marion Strauss-Barthel und Herbert Barthel, Brunn 5, 84561 Mehring,
    08677 / 873998; email: strauss-barthel@gmx.de;
  • 1. und 2. 08.08, 20.15 Uhr: Fledermausexkursion für Kinder und Erwachsenemit Dr. Dorothea Friemel , Ferienprogr. Emmerting; Treffpunkt 20.15 Uhr Alzbrücke bei Hohenwart-Parkplatz(Wertstoffhof)
  • 21.08.08, 19.45 Uhr: Fledermausexkursion (Hintermehring), Dorothea Friemel, für Erwachsene,
    Näheres p. Presse
  • Herbst 2008: nächste Mitgliederversammlung, Ankündigung und Einladung per Presse
  • 29.01.2009: Amphibien-Vortrag mit Dr. Andreas Zahn in Emmerting, Näheres per Presse
  • Besuchen Sie auch unsere Homepage: www.bn-altoetting.de
     Dort finden Sie aktuelle Hinweise und Termine. Oder besuchen Sie uns in der Geschäftsstelle (AÖ,
     Bahnhofstr. 48), donnerstags von 14.00 - 18.00 Uhr.

Weitere Informationen zu Umwelt- und Naturschutz, sowie zur Artenvielfalt in Deutschland finden Sie unter:
www.bund.net oder www.bund-naturschutz.de

Wir freuen uns darauf, Sie vielleicht auf einer unserer Veranstaltungen oder bei der im Herbst geplanten
Mitgliederversammlung begrüßen zu dürfen und wünschen Ihnen bis dahin eine gute Zeit.

Gerhard Merches (1. Vorsitzender)

BP 86 - Sportanlagenerweiterung in Raitenhaslach
Ablehnende Stellungnahme der Ortsgruppe Burghausen; derzeit laufen verschiedene Gespräche mit Umweltamt, Sportverein. Es geht bisher um Vorankündigungen, die noch auf keinen konkreten Plänen beruhen.


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